Eine starke und authentische Frau im Fokus: Ein Interview mit Laetitia Blume

Über einige Jahre jetzt schon ist Laetitia Blume aka. MissMondo regelmäßig auf den Online-Kanälen von Högl zu sehen. Wir lieben ihren Stil und freuen uns immer wieder, wenn wir mit ihr zusammenarbeiten dürfen. Sie spricht mit uns über ihren persönlichen Power-Style, ihre Rolle als Mutter und über authentisches Influencer-Marketing.

Liebe Laetitia, bitte erzähle uns von dir. Wer bist du und was macht dich aus?

Hallo,
Ich heiße Laetitia Blume, bin 40 Jahre alt und lebe mit meinem Mann Felix, unserer Tochter Kaia und unseren zwei Katzen Cookie und Karlchen in Düsseldorf. Auf meinem Instagram Account „MissMondo“ teile ich meine Leidenschaft für Mode und zeige eine Mischung aus „High Luxury meets High Street Looks“. Was vielleicht Viele nicht wissen: ich bin studierte Medizinerin, arbeite aber seit 15 Jahren als Flugbegleiterin bei Lufthansa und nun inzwischen auch seit 4 Jahren als Influencerin. Ich schätze mich sehr glücklich meine beiden großen Leidenschaften zu meinem Beruf gemacht zu haben: das Reisen und die Mode.

Würdest du dich selbst als Powerfrau sehen? Wenn ja, wie definierst du den Begriff für dich selbst? Welche Eigenschaften bringt eine starke Frau für dich mit?

Ich würde mich selbst nicht unbedingt als Powerfrau bezeichnen, aber als Frau, die weiß was sie will, hart dafür arbeitet und an sich glaubt. Einen Mann würde ich ja auch nicht als „Powermann“ bezeichnen, nur, weil er seinen Weg geht oder erfolgreich in dem ist, was er macht. Eine starke Frau ist selbstbewusst, glaubt an ihre Vision, ist zielstrebig, motiviert, inspiriert und ermutigt andere Frauen ihren Weg zu gehen.

In deiner Rolle als Influencerin bist du Sprachrohr und Vorbild zugleich.
Was möchtest du deinen FollowerInnen mitgeben?

Als Influencerin habe ich eine gewisse Vorbildfunktion und durch den engen Austausch mit meinen Followerinnen weiß ich, daß ich viele Frauen inspiriere. Und dabei geht es nicht nur um das Thema Mode, sondern auch um das Thema „Selbstbestimmung“. Besonders wichtig war es mir schon immer meinen eigenen Weg zu gehen: nach meinem Medizin Studium habe ich nicht angefangen als Ärztin zu arbeiten, sondern bin als Flugbegleiterin um die Welt geflogen. Eine Entscheidung auf die ich bis heute stolz bin und nie bereut habe, denn ich bin meinem Herzen gefolgt und sehr glücklich in meinem Beruf. Auch beim Thema Kinderwunsch haben mein Mann und ich gegen die Erwartung und den Druck der Gesellschaft gehandelt: wir wollten erst spät (ich bin 40 Jahre alt) Eltern werden. Dies ist in der Gesellschaft und auch unter Frauen ein sehr sensibles Thema. Die meisten Frauen spüren schon mit 30 den Druck den richtigen Partner finden zu müssen, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Viele Frauen möchten sich aber auch im Beruf verwirklichen, Karriere machen und fühlen sich von ihrer Familie, Freunden und der Gesellschaft unter Druck gesetzt. Auf meinem Account konnte ich diese Themen offen ansprechen und Frauen inspirieren auf sich selbst zu hören und ermutigen dem Druck der Gesellschaft keine Beachtung zu schenken. Ich finde es toll, daß all dies auf Instagram möglich ist.

Wie wichtig ist dir Authentizität in deiner Arbeit? Wie stellst du sicher, daß dein Auftreten als Influencerin authentisch ist? Nachfrage: Das bedeutet, du trägst HÖGL Schuhe auch abseits der Kamera?

Authentizität ist für mich das Wichtigste. Ich bin selbst von Accounts genervt, auf denen alles vermarket wird und bei jeder Gelegenheit Rabattcodes geteilt werden. Für mich war immer schon wichtig „Qualität statt Quantität“: Gerade zu Beginn einer “Influencer Karriere” melden sich viele Marken bei einem: das „schnell verdiente Geld“ hat mich nie dazu gebracht eine Kooperation einzugehen. Vielmehr habe ich immer darauf geachtet, daß es Marken und Produkte sind, die ich wirklich mag und hinter denen ich zu 100% stehe. Ich trage fast jeden Tag Högl Schuhe und das wissen auch meine FollowerInnen. Täglich teile ich mein „OOTD-Outfit of the day“ und ein HÖGL Schuhmodell ist eigentlich
immer mit dabei.

Wie definierst du deinen persönlichen Power Style? In welchem Outfit fühlst du dich empowered?

Meinen persönlichen Power Style würde ich als “Sophisticated Business Style” bezeichnen. Ich fühle mich am Wohlsten in einem Look, wenn dieser nicht aufdringlich, aber besonders ist und sich leicht transformieren lässt. Accessoires spielen dabei eine große Rolle: ein Hut, die richtige Tasche oder ein besonderer Schuh können einem Look das gewisse Etwas verleihen oder aus einem “Büro Outfit” einen “Party Look” machen. Deshalb lege ich großen Wert auf Qualität bei meinen Accessoires und pflege diese sehr. Wenn ich ein Outfit wählen müsste, in dem ich mich besonders empowered fühle: Ein Hosenanzug, meine geliebten Högl Pumps mit Blockabsatz, die ich inzwischen in fünf verschiedenen Farben besitze und eine meiner zeitlosen Designer Taschen. Im Herbst würde ich dazu einen oversized Mantel tragen.

Inwiefern ist dein Style ein Ausdruck deiner Persönlichkeit?

Mein Style ist eine Mischung aus eleganten, klassischen und sehr trendigen, angesagten Teilen. Meist kombiniere ich High Luxury mit High Street Marken. Meine Outfits sind häufig sehr farbenfroh und etwas extravagant. Eigentlich bin ich immer auf der Suche nach etwas Besonderem, das eine Message hat: „Be different, be unique, be self-confident“. Genau das möchte ich meinen FollowerInnen auch vermitteln: Mode hat so einen großen Einfluss auf uns: wir können uns schön und selbstbewusst darin fühlen und unsere Persönlichkeit damit unterstreichen.

Wie sieht denn ein normaler Alltag bei dir aus? Wie bringst du deinen Job und die Familie unter einen Hut und wo nimmst du die Energie dafür her?

Im Sommer bin ich Mama einer kleinen Tochter geworden. Inzwischen ist Kaia 12 Wochen alt und sie bestimmt natürlich noch sehr unseren Alltag. Ich würde sagen als berufstätige Mama wird man zum Organisationstalent. Wir haben das Glück, daß Kaia eine gute Schläferin ist und wir auch jetzt unsere 7-8 Stunden Schlaf bekommen. Das ist sogar fast mehr als vor der Geburt der Kleinen, da ich früher
oftmals erst sehr spät zu Bett gegangen bin. So wie jetzt gerade auch sitze ich an unserem Esstisch und arbeite während Kaia schläft. Da wir weder eine Nanny noch eine Haushaltshilfe haben, teile ich mir die Aufgaben im Haushalt mit meinem Mann. Ich putze und koche für mein Leben gerne (ja wirklich ;-)) und kaufe täglich frisch ein. Mein Mann kümmert sich um die Wäsche. Felix und ich sind ein super Team und wir unterstützen uns wo es nur geht. Gerade jetzt als frisch gebackene Eltern ist dies so wichtig. Jeder hat ja als Individuum auch noch Interessen und Hobbys, denen er nachgehen möchte. Um dem anderen dies zu ermöglichen, ist natürlich eine gute Organisation notwendig: Unser Tag beginnt um ca. 7:00 Uhr mit einem Kaffee im Bett. Mein Mann kommt dann meistens um 7:30 Uhr aus dem Fitnessstudio. In den ruhigen Morgenstunden erledige ich den Haushalt und gehe einkaufen, ehe ich um ca. 11:00 Uhr meine Emails bearbeite,
Kooperationen vorbereite und den administratorischen Part meines Jobs erledige.
Ich genieße es sehr auch jetzt als Mama zu arbeiten und weiterhin kreativ tätig zu sein. Die größte Motivation ziehe ich daraus, daß ich selbstbestimmt arbeiten darf und das liebe, was ich mache.

Hast du eine Empfehlung für junge Frauen, die vielleicht mit ihrer Karriere erst starten?

Ich würde jedem raten, daß er immer auf sein Herz und Bauchgefühl hören soll. Mehr als alles andere ich es wichtig das zu lieben, was man macht. Die Motivation kommt dann von ganz alleine.

Was war deine größte Herausforderung in den letzten Jahren und wie hast du diese gemeistert?

Vor acht Jahren sind wir wegen des Jobs meines Mannes von Düsseldorf nach Stuttgart gezogen. Anfangs war es nicht leicht Freunde und Familie “hinter sich zu lassen”, denn wir kannten wirklich niemanden in der neuen Stadt. Als ich gezwungen war meine Heimat und Komfortzone zu verlassen, haben sich neue Möglichkeiten ergeben und ich war bereit mehr aus mir heraus zu gehen und an mir zu arbeiten. Wachstum braucht Veränderung. Ein Sprichwort sagt: „Das Gute ist der Feind des Besten“. Anstrengung und Herausforderung gehören genau so zum Prozess des Wachstums wie Freude und Begeisterung. Inzwischen wohnen wir seit November 2020 wieder in Düsseldorf, aber ich würde sagen die Zeit in Stuttgart war persönlich für mich die größte Herausforderung, an der ich aber rückblickend sehr gewachsen bin.

Zum Abschluss: Was motiviert dich in schwierigen Zeiten, worin findest du immer wieder einen Antrieb?

 

Manchmal „schubst“ uns das Leben in eine neue Situation und wir können entscheiden, uns der Herausforderung zu stellen und daran wachsen, oder zu hadern, zu schimpfen und frustriert zu sein. Besonders in schwierigen Zeiten spielt ein positives Mindset eine entscheidende Rolle. Ich zähle dies zu meinen Stärken: mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren und mich selbst motivieren zu können. In der Psychologie nennt man dies “intrinsische Motivation”: eine Motivation, die aus einem selbst heraus kommt. Das schönste Gefühl ist es doch sich selbst zu motivieren und mit dieser Power vielleicht noch andere zu inspirieren.

Vielen Dank an Laetitia Blume für dieses spannende und inspirierende Interview!