Auf den Spuren des Dritten Manns

Ein Spiel des Versteckens

In Wien wurde 1948 der Filmklassiker "Der Dritte Mann" gedreht. Heute können Besucher den Spuren Harry Limes folgen.

Der amerikanische Autor Holly Martins reist wegen eines Jobangebots seines Freundes Harry Lime (Orson Welles) in das Wien der Nachkriegszeit und wird dort immer tiefer in kriminelle Machenschaften hineingezogen. Wenn die berühmte Titelmelodie von Anton Karas auf der Zither ertönt, ist klar, gleich passiert etwas Unerwartetes. Die Spannung gipfelt in einer finalen Verfolgungsjagd durch die Wiener Kanalisation, sieben Meter unter der Erde.
Als Harry Lime machte Orson Welles in „Der Dritte Mann“ die Wiener Unterwelt unsicher und eroberte die Leinwände der Nachkriegszeit.
George Orson Welles war ein US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler und Autor. Er gilt als einer der einflussreichsten Regisseure des Kinos.
Die Szenen in der Wiener Unterwelt wurden weltberühmt und „Der Dritte Mann“ zum Aushängeschild der Wiener Filmgeschichte. Interessierte können deshalb einen Blick in diese mystifizierte Stadt unter der Stadt werfen und sich auf die Spuren des berühmten Penicillinschmugglers Harry Lime begeben. Die „Dritte Mann Tour“ führt zu den tiefgelegenen Gängen, die Harry Lime das Spiel des Versteckens im Wien des Jahres 1948 ermöglicht haben. Wer möchte, kann im Anschluss auf eigene Faust die Orte besuchen, an denen die wichtigsten Filmszenen entstanden sind. Film ab! 
 
Filmhandlung
 
Es ist Februar 1947. In den Ruinen Wiens herrschen Elend und Schwarzmarkt. Der amerikanische Autor Holly Martins kommt nach Wien, um seinen alten Jugendfreund Harry Lime zu treffen. Als er erfährt, dass dieser kurz zuvor bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, wird er stutzig und beginnt in Harrys Vergangenheit zu wühlen. Harry Lime war einer der gefährlichsten Penicillin-Schieber Wiens. Sein Tod: vorgetäuscht. Er taucht wieder auf und wird nach einer wilden Verfolgungsjagd durch die Wiener Unterwelt gestellt und erschossen. Das weltberühmte "Harry-Lime-Thema" vom Wiener Anton Karas war 11 Wochen lang die Nummer 1 der US-Hitparade.
 
Eine Horde Polizisten verfolgt den Penicillin-Schmuggler Harry Lime durch die Wiener Kanalisation, bevor er gestellt und erschossen wird.
 
Auf den Spuren des „Dritten Manns“ in Wien
 
Station 1: Burg Kino
Zur Einstimmung und um den Grundstein für die darauffolgende Sightseeingtour zu legen, eignet sich ein Ausflug ins Burg Kino am Opernring. Dort wird "Der Dritte Mann" jeden Dienstag, Freitag und Sonntag gezeigt.
 
© Olga Kretsch (2018)
Das Burg Kino in Wien ist eines der ältesten Kinos der Welt. 1912 eröffnet wurden dort bereits Stummfilme gezeigt.
 
Station 2: Zentralfriedhof
Weiter geht es zu jenem Drehort, der im Film am Anfang und am Ende vorkommt: der Wiener Zentralfriedhof in Simmering. Diese Friedhofsanlage, die zweitgrößte Europas, ist ein Ort der Ruhe und Besinnung und an tristen Tagen ein kleines bisschen gruselig.
 
Die Geschichte des „Dritten Manns“ beginnt und endet am Wiener Zentralfriedhof. Eine der ersten Szenen ist die vermeintliche Beerdigung des totgeglaubten Harry Lime. In der letzten Szene wird er tatsächlich zu Grabe gelassen.
 
Station 3: Prater
Voller Leben steckt dagegen der traditionsreiche Vergnügungspark im Prater. Auf dem Riesenrad spielte nicht nur eine wichtige Filmszene, aus den Waggons kann man auch einen einzigartigen Blick von oben über Wien genießen.
 
Am Riesenrad im Wiener Prater kommt es zur Begegnung zwischen Martins und dem untergetauchten Harry Lime, dem Höhepunkt des Films.
 
Station 4: „Dritte Mann Tour“ durch die Kanalisation
Über die originale Filmtreppe geht es hinunter in einen der ältesten Teile der Wiener Kanalisation. Die Cholerakanäle wurden in den 1830er Jahren errichtet und sind bis heute nahezu unverändert. Mittels modernster Projektions- und Lichttechnik taucht man in die Welt der Kanalarbeiter, Filmagenten, Schmuggler und Spione ein.
 
Im Film flieht Harry Lime in die weitverzweigte, durch alle fünf Sektoren Wiens führende Kanalisation, verfolgt von einem großen Polizeiaufgebot. 
 
Eine einmalige "unterirdische Aussicht" in den Wienfluss bietet der Abschluss der Führung. Der Fluss verschwindet unter dem Naschmarkt in einem gewaltigen Gewölbe, dessen Dimension mit Scheinwerfern eindrucksvoll in Szene gesetzt wird.
Station 5: Museum
Einen abschließenden, ganz anderen Zugang zur Welt des Filmklassikers bietet das Dritte Mann Museum. Unter zahlreichen Requisiten aus dem Film, vielen Fotos und Objekten aus der Nachkriegszeit, befindet sich hier auch die Original-Zither, mit der Anton Karas in London die Filmmusik komponierte und einspielte.

Wenn Sie sich auf die Spuren des „Dritten Manns“ begeben und auch den Eintritt in die Wiener Unterwelt wagen möchten, ist rutschfestes Schuhwerk durchaus empfehlenswert. Mit den profilierten Booties von Högl stehen Sie nicht nur bei der Kanalführung auf sicheren Beinen, sondern glänzen auch im Museum und im Burg Kino mit modischem Gespür. Und wenn Ihnen der Schauer kalt über den Rücken läuft, macht er spätestens vor den kuschelig gefütterten Högl Winterstiefeletten Halt.
   
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