Willkommen im Dschungel

Österreichs paradiesische Urwälder

Haben Sie Lust auf einen Abenteuertrip wie im Amazonas? Österreichs Urwälder machen es möglich. Man muss sie nur finden…

Jeder, der schon einmal im Dschungel war weiß, den Dschungel kann man nicht beschreiben, man muss ihn erleben. Kein Baum gleicht dem anderen, jede Pflanze hat eine andere Farbe, die Vegetation ist so vielfältig, dass sie mit bloßem Auge kaum zu überblicken ist. Ganz zu schweigen von der Tierwelt. Die Dichte an Lebewesen auf jedem Meter Waldboden ist faszinierend: Unter jedem Stein, auf jedem Blatt und in jedem Baum versteckt sich ein Waldbewohner.

Wenn Sie nun denken, um das zu erleben, müssen Sie in den tropischen Regenwald reisen, dann irren Sie sich. Vom Menschen vollständig unberührte Natur ist selten geworden, aber es gibt sie noch – und zwar in der Högl-Heimat Österreich! Knapp die Hälfte Österreichs ist mit Wald bedeckt, ein Großteil davon wurde jedoch schon längst in industrielle Wirtschaftswälder umgewandelt. Einige wenige Paradiese blieben von den Kettensägen verschont. Als „Urwald“ gilt nämlich nur ein Wald, der seit der Wiederbewaldung nach der letzten Eiszeit vom Menschen nie angerührt wurde. Nur in einem solchen Biotop ist die typische Artenvielfalt gewährleistet. Sie unterliegen strengen Naturschutzvorschriften.

Österreichs Urwälder
Europaweit existieren nur noch sehr wenige dieser Wildnisgebiete, ein paar davon in Österreich. Die Urwälder Österreichs sind magische Orte. Riesige Buchen, alte Eichen, Pappeln, Zirben und Lärchen ragen mächtig in den Himmel. In den Lauf der Natur wird nicht eingegriffen: Abgestorbene Bäume liegen am Boden, vermodern und bieten neuen Lebensraum für andere Lebewesen wie Pilze, Moose, Insekten, Spechte und junge Bäume. Um die Wildnisgebiete zu schützen, dürfen nur kleine Teile von „Normalwanderern“ betreten werden. Es gibt aber Führungen und diese sind ein wahres Erlebnis!

Rothwald Dürrenstein
Das Naturreservat Dürrenstein im südwestlichen Niederösterreich bewahrt den größten Urwaldrest des Alpenbogens, den Urwald Rothwald. Er formt sich rund um den 1.878 m hohen Dürrenstein in den Ybbstaler Alpen und weist deshalb verschiedenste Vegetationszonen auf. Unter Buchen,-Tannen- und Fichtenwälder mischen sich seltene Alpenkräuter und eine Vielzahl von Pilzen, die auf dem belassenen Totholz frischen Nährboden finden. Zur blühenden Flora kommt eine lebendige Fauna. Neben typischen Arten wie Rothirsch, Gämse und Schneehase können auch Wildschweine und ab und an ein Luchs beobachtet werden. Echsen und Insekten-Arten schätzen den fruchtbaren Waldboden und sind gefundenes Fressen für seltene Weißrückenspechte und Seeadler.

Erkunden können Sie das Wildnisgebiet im Rahmen von Führungen und auf den offiziellen Wanderwegen.
 
Totholz einer 500 Jahre alten Eibe im Urwald Rothwald, das den Nährboden für viele Pilze und Alpenkräuter ist.
© Hans Glader
Im Urwald Rothwald, dem größten Urwald Österreichs, herrscht eine beeindruckende Artenvielfalt. Diese alte Eibe wächst seit fast 500 Jahren und ist gleichzeitig Nährboden für andere Lebewesen.

Neuwald am Lahnsattel
Einen Urwald-Restbestand, den man zumindest randlich besichtigen kann, gibt es am Lahnsattel in den Steirisch-Niederösterreichischen Kalkalpen. Dank des vegetationsfreundlichen, feucht-kühlen Klimas gedeihen hier Rotbuchen, Tannen und Fichten mit Stämmen von 50 m Höhe und 1,5 m Durchmesser. Der 300 bis 500 Jahre alte Bestand überrascht durch seine Weiträumigkeit und Dimension. Wieder ist es das Totholz, das Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bietet, die in industrialisierten Wäldern niemals Fuß fassen könnten. Immer wieder wird der Wald durch kleine Bäche und bewohnte Tümpel durchbrochen. Pfauenaugen und Admirale flattern über eine ungeheure Vielfalt an Pflanzen. Der Lahnsattler Urwald ist ein Ort zur stillen Meditation, zum ehrfurchtsvollen Schauen und Lauschen. Er ist eine Schöpfung der Natur, die der Mensch noch nicht verdorben hat.
 
Die Sonne scheint durch den schönen Wald in St. Aegyd am Neuwalde.
© Marktgemeinde St.Aegyd am Neuwalde
Ankommen, innehalten, tief einatmen, lauschen. Dieses wundervolle Fleckchen Erde liegt in am Lahnsattel in Niederösterreich und ist über vorgegebenen Wanderwege begehbar.

Nationalpark Kalkalpen
Der Nationalpark Kalkalpen ist Österreichs erstes UNESCO Weltkulturerbe. Hier befinden sich letzte Areale natürlicher Buchenwälder Europas und sie unterliegen deshalb besonderem Schutz. Auf 5.250 Hektar Fläche ragen bis zu 500 Jahre alte Buchen in die Höhe, 200 Hektar davon sind offiziell als Urwald deklariert. Im Gegensatz zu anderen Urwaldgebieten, ist das Pflanzenwachstum am Boden des Waldes auffallend gering, da die dichten Baumkronen wenig Licht einfallen lassen. Überall dort, wo es einzelne Sonnenstrahlen bis zum Boden schaffen, blühen Pflanzen und Farne. Einige von ihnen sind Kostbarkeiten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Da den natürlichen Wetterextremen wie Sturm, Hochwasser und Lawinen freier Lauf gelassen wird, gibt es viele umgestürzte Bäume und Geröllflächen, die der Pflanzen- und Tierwelt neue Lebensräume eröffnen. Die dichten Wälder mit einem hohen Altbaum- und Totholzbestand locken unzählige holzbewohnende Insekten an. Sie sind die Grundlage für die vielfältige Vogelwelt im Nationalpark Kalkalpen.
 
Unberührter Wald in den Farben des Herbstes
© NPK/Sieghartsleitner
Bäumen sterben und bieten Lebensraum für neue Lebewesen wie Pilze und Insekten. So ist der Lauf der Natur, in den hier nicht eingegriffen wird.

Urwald im Kamptal/Waldviertel
Nur eine Stunde von Wien entfernt findet man sich unter 300 Jahre alten Baumriesen wieder.
Ein paar Schritte weiter und man betritt einen dichten Märchenwald aus moosüberwachsenem Altholz übersäht von Baumpilzen, dazu buntgemischtes Vogelgezwitscher. Willkommen im Dschungel. Der Urwald im Waldviertel ist seit Jahrhunderten sich selbst überlassen. Aufgrund des sehr feuchten Klimas und der vielen Sumpfgebiete ist ein Biotop für grüne Moose und Flechten entstanden, das dem Schutzgebiet einen einzigartig mystischen Charakter verleiht. Bizarr geformte Bäume bieten ein Zuhause für zahlreiche Vogelarten. Immer wieder ziehen sich kleine Bächlein, Ausläufer der Donauauen, durch den Waldboden. Darin leben rund 60 verschiedene Fischarten und auch Biber finden ausreichend Lebensraum und Nahrung, um ihre Burgen zu bauen
Familie auf einer kleinen Brücke eines Baches des Kamptaler Urwaldes
© Newman
Wildnis, wohin das Auge reicht: Von mächtigen Bäumen gesäumte Gewässer, bizarre Formen und eine mystische Atmosphäre - ...
Luftbild auf dem ein Teil der Verzweigungen der Donauauen sichtbar ist

...unweit von Wien ist dieser Märchenwald zu Hause.
Alle dieser vier Urwaldgebiete sind Wunder der Natur. Ein Ausflug dorthin ist ein Abenteuer - ohne handgemachte Attraktionen, Sensationen und Action. Ein Abenteuer, dessen Hauptattraktion in den Geschichten besteht, die die 500 Jahre alten Bäume, der Buntspecht oder die Eidechse erzählen.

Haben Sie Ihren persönlichen Dschungel-Favoriten schon ausgewählt? Högl hilft Ihnen auch bei der Wahl Ihres Fashion-Dschungel-Favoriten. Diesen Sommer kann sich niemand mehr dem animalischen Schuhtrend entziehen. Pumps und Pantoletten kommen in luxuriösem Prägeleder daher und entzücken durch feine Riemchen und feminine Details. Sneakers und Espadrilles tragen diesen Sommer Naturtöne und Tarnmuster. Zeit den Großstadtdschungel unsicher zu machen!
   
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