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Timeless Beauty - eine Zeitreise

Ein Interview mit Gottfried Pammer über die digitale Malerei

Gottfried Pammer ist freischaffender Künstler. Über 30 Jahre gab er seine Leidenschaft und Inspiration als Kunsterzieher am BORG Grieskirchen und am Gymnasium Schärding auch an junge Kreative weiter. Für seine Werke wählt er Frauenporträts aus kunstgeschichtlich bedeutenden Gemälden und bringt sie mittels digitaler Bildbearbeitung in einen völlig neuen, spannungsgeladenen Kontext.

Vom 15. – 27. Juni können seine Werke im Shoe Factory Outlet der Lorenz Shoe Group in Taufkirchen an der Pram bewundert werden. Unter dem Titel „Timeless Beauty – eine Zeitreise“ trifft Kunst auf Schuhhandwerk und lässt ein einmaliges Shoppingerlebnis entstehen, das zum Verweilen und Genießen einlädt.

Wir haben den Künstler getroffen und ihm einige Fragen gestellt, um seine Werke besser zu verstehen. Dabei durften wir tief in seine kreativen Gedanken eintauchen.

 

Ihre Ausstellung trägt den Namen „Timeless Beauty – eine Zeitreise“. Was bedeutet zeitlose Schönheit für Sie?

Kunst muss nicht schön sein, aber sie ist es sehr häufig. Fast immer sind es Frauendarstellungen, welche die Kunst mit ihrer Schönheit bereichern. Ab der Renaissance wurden die Frauen nicht mehr ausschließlich auf idealisierte Schönheiten reduziert, die dank ihrer Keuschheit Heilige verkörpern durften, sondern sie bekamen Persönlichkeit. Ab diesem Zeitpunkt beginnt auch meine Zeitreise und setzt sich fort in der Kunst der Präraffaeliten, endet im Klassizismus und mit herausragenden Werken vor und nach 1900. Alle Kunststile haben eines gemeinsam: Eine Hinwendung zur Renaissance, dem Ausgangspunkt individualisierter, zeitloser Schönheiten.

 

Wie sind Sie auf die Idee für Ihre Werke gekommen?

Was macht eine Frauendarstellung von Leonardo da Vinci oder Edward Burne-Jones zu einem Bild aus einer vergangenen Zeit? Die Gesichter sind zeitlos schön. Einzig Kleidung und das Interieur sind austauschbar – das hat mich zu meiner Idee bewogen. Wie würde Leonardos „Bianca Sforza“ wohl heute aussehen, also 600 Jahre später? Und es ist erstaunlich, wie wunderbar diese reizvollen Damenporträts auch in unsere Zeit passen, eben „Timeless Beautys“.

 

Woher nehmen Sie Ihre Inspirationen?

Ich beschäftige mich seit 40 Jahren, auch durch mein Studium und meine Unterrichtstätigkeit, mit Kunst. Manche Werke beeindrucken mich so sehr, dass ich mich damit ganz einfach auseinandersetzen muss. Während ich ein Bild bearbeite, versuche ich immer, eine Antwort darauf zu finden, warum dieses Bild einen so hohen emotionalen Reiz in mir auslöst. Ich glaube, man entwickelt einfach auch in der darstellenden Kunst persönliche Leidenschaften, ähnlich wie in der Musik oder in der Literatur.


Worauf achten Sie bei Ihren Bildkompositionen?

Ich bezeichne meine Bilder gerne als digitale Gemälde. Am Beginn steht die Wahl des Damenporträts. Meist ist es ihr Gesichtsausdruck, der entscheidet, welche Haltung ich sie einnehmen lasse und welche Kleidung und Umgebung zu ihr passt. Für die nahtlosen Übergänge der einzelnen Bildelemente, Skalierungen und Farbanpassungen verwende ich das Programm „Photoshop“.


Welchen Stellenwert nimmt die Mode in Ihrer Kunst ein?

Mode ist angewandte Kunst und ist schon lange in den Museen dieser Welt angekommen. In meinen Werken kommt der Mode eine besondere Bedeutung zu. Sie verdeutlicht die Reise durch die Zeit und verleiht der Figur ihr neues Image. Ein Beispiel: "Carmen, Duchesse de Montmorency" in Franz Xaver Winterhalters Porträt (1860) behält ihre Eleganz auch in Bekleidung von heute. Natürlich entscheide ich auch mit Bedacht, welchen Schuh die Dame trägt. Kaum ein anderes Kleidungsstück weckt so viele Assoziationen über den Geist der Trägerin wie ein Schuh. Eines ist mir jedoch besonders wichtig: Die Neuinterpretation des Bildes soll nicht ins Komödiantische abgleiten, sondern den hohen sozialen Stellenwert der gezeigten Schönheit beibehalten.

Digitale Bildbearbeitung nach Franz Xaver Winterhalters Porträt "Carmen, Duchesse de Montmorency", 1860.
Digitale Bildbearbeitung nach Leonardo da Vincis Portrait "La Belle Ferronnière", 1490 - 1496.

Vollenden Sie bitte diesen Satz: Ich habe eine Leidenschaft für…

…Schuhe. Als Junglehrer unterrichtete ich in Italien ein Jahr Deutsch. Ohne viel Modebewusstsein ausgestattet, hatte ich bei meiner Rückreise vier Paar Valentino Schuhe (gleiches Modell, andere Farbe) im Gepäck. Eine Obsession, die man normalerweise nur Frauen zutraut. Schön, dass wir für elegantes, modernes Schuhdesign nicht mehr nach Italien fahren müssen, sondern es gewissermaßen vor der Haustüre haben.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Shoe Factory Outlet in Taufkirchen!