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Das Fagus-Werk in Alfeld

Eine Schuhleistenfabrik im Bauhaus-Stil

Seit Jahrzehnten bezieht Högl seine Schuhleisten vom besten Leistenmacher der Welt: Dem Fagus-Werk in Alfeld.

 

In der tiefsten niedersächsischen Provinz steht ein Gebäude. Es gilt als das erste wirklich moderne Bauwerk der Weltgeschichte. Die Rede ist vom Fagus-Werk, einer Schuhleistenfabrik in Alfeld. Seit 2011 ist das Bauwerk in die Welterbeliste der UNESCO eingeschrieben und Anziehungspunkt für Architekturbegeisterte auf der ganzen Welt.

Das Fagus-Werk wurde 1911 vom Architekten und Bauhausgründer Walter Gropius errichtet und gilt weltweit als Ursprungsbau der Moderne.

Die Fabrikhallen sind jedoch nicht nur eine Sehenswürdigkeit – sie leben. Bis heute werden dort hochpräzise Schuhleisten und Formen für die Sohlenproduktion hergestellt. Wenn man Schuherstellern glauben möchte, sind Fagus-Leisten die besten Schuhleisten der Welt. Auch Högl bezieht seine Leisten seit geraumer Zeit aus Alfeld. Die Formstücke aus Holz oder Kunststoff sind die Basis für die perfekte Passform eines Högl Schuhs mit Mehrweite und Weichauftritt.

Seit Erbauung, werden im Fagus-Werk qualitativ hochwertige Kunststoffleisten für die interna-tionale Schuhindustrie hergestellt. Sie gelten als hochpräzise.

Frühstart in die Moderne
Der Bau des Fagus-Werks 1911 markiert den Beginn der Architekturmoderne. Eigentlich ein Frühstart, denn der moderne „Bauhausstil“ gelangte erst zehn Jahre später zum Erfolg. Es war der zukunftsweisende Firmengründer Carl Benscheidt, der den jungen Architekten und späteren Bauhaus-Gründer Walter Gropius mit dem Bau der Schuhleistenfabrik beauftragte.

Walter Gropius schuf ein Meisterwerk der Moderne, sowohl von außen…
...als auch von innen. Schon das lichtdurchflutete Treppenhaus ist einladend und freundlich.

Ein geschlossenes Meisterstück
Beim Bau der Fabrikgebäude wurde zum ersten Mal in der Architekturgeschichte ein Konzept angewandt, das auf bessere Arbeitsbedingungen und Produktivität abzielte. Die Idee, dass Architektur und Design einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Arbeiter und die Qualität der Erzeugnisse hat, wurde im Fagus-Werk Realität.

Der starke Lichteinfall und die Leichtigkeit der Konstruktion schafft eine Verbindung zur Außenwelt.

Klare Linien, Glas und Stahl dominieren den Fabrikbau. Breite Fensterfronten und vollverglas-te, stützenlose Gebäudeecken verleihen ihm optische Leichtigkeit und Transparenz.

Das Gebäude ist bewusst schmal gehalten, um den Eindruck von Monumentalität zu vermei-den. Lichtdurchflutete Innenräume sollten eine freundliche Arbeitsatmosphäre schaffen, die die Bedürfnisse der darin arbeitenden Menschen berücksichtigt. Zwischen den Jahren 1982 und 2002 wurde die Fabrik komplett restauriert und befindet sich heute in einem perfekten Zustand.

Viele der Fenster lassen sich öffnen. Dies sorgt für durchgehend frische Luft am Arbeitsplatz und ein angenehmes Arbeitsklima. Für das Fagus-Werk elementar, denn der Reichtum des Unternehmens liegt in den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter.

Weltkulturerbe
Vor neun Jahren wurde das Fagus-Werk auf die Welterbeliste gesetzt und ist seither die welt-weit einzige Welterbestätte, die noch in vollem Betrieb ist. Interessierten steht der Bau offen: Die Fagus-Gropius-Ausstellung, im ehemaligen Lagerhaus, gibt Einblicke in die Firmenge-schichte, in Bauhausthemen sowie in das Leben und Wirken von Gropius und Benscheidt. In dessen Untergeschoss werden wechselnde Sonderausstellungen präsentiert. Das UNESCO-Besucherzentrum erläutert in Ergänzung zur Ausstellung an multimedialen und interaktiven Stationen die Bedeutung der UNESCO-Welterbestätte Fagus-Werk. Der Modellkeller hält interessante Informationen rund um die Erstellung des Schuhleistenmodells und die Produkti-on der Schuhleisten bereit.

„Drehbänke“ waren die wichtigsten Maschinen für die Schuhleistenherstellung. Das „Urmodell“ wird eingespannt und auf maßgenaue Längen und Weiten gedrechselt.

Darüber hinaus kann das Werk im Rahmen einer spannenden Führung oder mit einem Video-Guide erkundet werden. Wo werktags die Schuhleisten hergestellt werden, finden an Wo-chenenden regelmäßig Kulturveranstaltungen in der Produktionshalle statt.